[OMT] Jawbone UP Test

Inzwischen kümmert man sich selbst um seine Gesundheit. Man misst seine Schritte, merkt sich sein Essen und noch einiges mehr. Ob das alles so klappt, wie man sich das vorstellt, das sollen die kommenden Zeilen zeigen.

Vor einiger Zeit bin ich auf das Fitnessarmband UP von der Firma Jawbone aufmerksam geworden. Nur für euch 😉 habe ich einfach mal angefragt und tatsächlich wurde mir solch ein Armband zur Verfügung gestellt.
Dieses trage ich nun seit etwa drei Monaten, genügend Zeit, um mir ein Urteil bilden zu können. Und dieses möchte ich nun hier in Worte fassen.

Lieferumfang

  • Jawbone UP Armband
  • Kurzanleitung
  • USB/Armband Ladeadapter

Akku

Der Akku soll 10 Tage halten. Das hat er bei mir auf keinen Fall. Habe ich den Wecker eingeschaltet, mache ich an einigen Tagen einen Power Nap und lasse mich vielleicht sogar noch durch Vibrationen nach einer Stunde Inaktivität benachrichtigen, bin ich froh, wenn der Akku vier Tage hält. Schalte ich alle Dienste ab und lasse nur meinen Schlaf und meine Schritte tracken, bin ich in meinem Test bei etwa sieben Tagen gelandet. Beides ist etwas schade, aber wiederum vollkommen ausreichend, da das Armband in etwa anderthalb Stunden wieder komplett aufgeladen ist.

Das Armband

Beim UP habe ich mich für die Größe L entschieden, Small und Medium sind aber auch noch verfügbar. Auf der schon oben verlinkten Seite wird auch beschrieben, wie ihr die für euch passende Größe herausfinden könnt. Das Armband ist aus hypoallergenem TPU-Gummi gefertigt. Dazu kann ich sagen, dass ich eine wirklich empfindliche Haut habe. Allerdings hatte ich, seitdem ich das Armband trage, keinerlei Probleme, also kein Jucken, Ausschlag oder ähnliches.
Auf den ersten Blick wirkt das UP erst einmal so, als wenn es nun wirklich keinen Design Award gewinnen kann. Besonders an der Oberseite ist es doch recht klobig, hier stecken allerdings auch Akku und Sensoren drin. Wenn ich nach dem Design gehe, da kommt kein Armband für mich an dem Nike Produkt vorbei, aber ich schweife ab 😉
Bei dem UP habe ich mich für die Farbe Blau entschieden, welches in meinen Augen aber doch eher stark wie Türkis wirkt. Eine dezentere Farbe, wie z.B. Schwarz ist dann wohl doch eher zu empfehlen.
Das Armband verzichtet für das Tragen am Arm auf einen wirklichen Verschluss. Die beiden Enden, die zum einen den Bedienknopf, zum anderen den Klinke-Port enthalten, überlappen sich einfach und das Armband wird so am Arm gehalten. Dies hat dann allerdings leider zur Folge, dass man sich doch recht leicht an Kleidungsstücken, Ecken oder ähnlichem verfangen kann, wenn man nicht aufpasst. Es gibt eine LED an der Seite, wo der Bedienknopf ist, die z.B. leuchtet, wenn man zwischen Tag- und Nacht-Modus umschaltet. Ein Gewicht von 23 Gramm für das gute Stück wird angegeben. Das ist wirklich leicht und wenn man sich erstmal dazu entschlossen hat, es lange zu tragen, fällt es einem irgendwann einfach gar nicht mehr auf. Es wird angegeben, das man mit dem UP auch unter die Dusche steigen kann. Dazu kann ich allerdings nichts sagen. Nicht, dass ich Jawbone mit dieser Angabe nicht traue. Nein, unter der Dusche möchte ich einfach nichts an mir haben. Da würde es mich ernsthaft stören.

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Bedienung

Die Bedienung vom UP gestaltet sich wirklich denkbar einfach. Am Armband selbst gibt es nur einen Knopf, der verschiedene Funktionen startet, bzw. beendet. Haltet ihr ihn lange gedrückt, wechselt ihr vom Tag-Modus in den Nacht-Modus. Sprich, einmal werden eure Schritte, einmal euer Schlaf aufgezeichnet. Drückt ihr ihn einmal kurz und haltet ihn dann gedrückt, aktiviert sich die Stoppuhr. Dies könnt ihr nutzen, um eure Schritte für ein spezielles Event, z.B. Lauftraining oder ähnliches zu nutzen. Drückt ihr den Knopf zweimal kurz und haltet ihn dann gedrückt, aktiviert ihr die Power Nap Funktion. Sprich, ihr werdet im Zeitraum von einer halben Stunde durch sanfte Vibrationen, die ihr aber dennoch gut spürt, geweckt. Ansonsten gibt es für weitere Einstellungen die Apps für iOS und Android.
Mit dieser Software müsst ihr euer UP auch synchronisieren, damit die Schritte, der Schlaf, etc. erfasst werden. Leider gibt es in dem Armband kein Bluetooth. Somit müsst ihr den Klinke Stecker also in den Kopfhörer Anschluss eures Smartphones stecken. Dies hat mich aber bereits nach einigen Tagen nicht mehr gestört. Um die Apps nutzen zu können, müsst ihr darauf achten, dass euer Smartphone entweder mindestens iOS 5.1 oder Android 4.0 unterstützt, je nachdem, was ihr für ein Gerät habt. In den Apps könnt ihr dann z.B. auch Alarme erstellen, die euch via Vibration wecken. Das ganze funktioniert als Schlafphasenwecker. Sprich, das UP versucht herauszufinden, wann ihr leicht und wann ihr tief schlaft, um euch dann in einer Zeit zu wecken, wo ihr sowieso nur leicht schlaft.

Die Software

Um eines vorweg zu nehmen, weder für Mac, noch Linux, noch Windows gibt es eine Software für das Armband. Apps gibt es, wie oben erwähnt, für Android und iOS. Beide Apps funktionierten in meinem Test einwandfrei und es gibt keinerlei Unterschiede in der Funktion. Die App ist gewissermaßen die Schaltzentrale eures Armbandes. Hier werden die Daten grafisch ansprechend angezeigt, ihr könnt andere UP Nutzer in euer “Team” einladen und eure Leistungen vergleichen; ihr könnt Wecker stellen und auch manuell ein Training noch hinzufügen.
Was ihr ebenfalls machen könnt, was ich am Anfang auch getan habe, ist das Eintragen der Nahrung und der Getränke, die ihr zu euch nehmt. Dies geht, wie alles, nur in der App. Hat ein Produkt einen Barcode, könnt ihr diesen einscannen und hoffen, dass er in der Lebensmitteldatenbank zu finden ist. Ihr könnt auch Produkte manuell nachtragen; dies erwies sich aber doch als recht mühsam. Ebenfalls kann man nicht, jedenfalls habe ich es bis heute nicht gefunden, verschiedene Produkte zusammenfassen und z.B. als Abendessen 1, 2, 3, etc. abspeichern. Deswegen bin ich seit einigen Tagen auf die myfitnesspal App umgestiegen. Dort kann man dies nämlich tun und eigentlich sollten die Ergebnisse dann auch in der UP App landen. Doch geschieht das bei mir entweder deutlich zeitlich versetzt oder gar nicht. Irgendetwas scheint da also nicht zu stimmen. Ob das nun aber an Jawbone oder myfitnesspal liegt, dass konnte ich leider nicht herausfinden.

Fazit

Ich habe es so im Gefühl, das Fazit wird das schwierigste an diesem ganzen Post werden. Als erstes möchte ich festhalten, dass ich zu der wirklichen Genauigkeit, wie die Schritte gemessen werden, nicht wirklich etwas sagen kann. Ich habe das Armband mal gegen die Moves App und gegen die Runtastic Pedometer App antreten lassen. Die Ergebnisse glichen sich bis auf geringe Unterschiede ziemlich. Hilft das Armband nun wirklich, sich besser zu bewegen und gesünder zu leben? Dies kann ich in meinem Fall mit einem ganz großen JA beantworten. Es ist einfach klasse zu sehen, wie man sich so in etwa bewegt, wo man sich vielleicht mehr bewegen kann. Und dies im Zusammenspiel damit, dass man so grob sieht, was man isst. Einfach super! Ob dies nun allerdings die 130€ wert sind? Nun wird es schwierig. Schließlich kann jeder mit einem Smartphone z.B. myfitnesspal nutzen. Und die oben genannten Apps messen ja auch eure Schritte.
Ich kann euch also wirklich schlecht diese Frage beantworten. Deswegen beantworte ich es einfach mal aus meiner Sicht. Ja, der Preis ist wirklich gerechtfertigt, wobei man sicherlich mehr Leute locken könnte, wenn man vielleicht sogar auf unter 100€ geht und Bluetooth statt Klink einbaut. Auf jeden Fall werde ich sehr gerne das Armband auch nach dem Test weitertragen, um den positiv eingeschlagenen Kurs fortzusetzen.

Gründer und Eigentümer von oaad

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