[OMT] Motorola Moto E 2015 Test

Motorola Moto E 2015

Moin Moin,

vor kurzem kam ich zu dem Vergnügen, das Motorola Moto E 2. Gen., oder auch von mir genannt Moto E 2015, testen zu können, welches mir freundlicherweise von Motorola für diesen Test zur Verfügung gestellt wurde. Dafür bedanke ich mich an dieser Stelle recht herzlich. Und wie sich das Gerät so geschlagen hat, das könnt Ihr in den nachfolgenden Zeilen lesen.

Lieferumfang:

  • Motorola Moto E 2015
  • USB-Kabel
  • Kurzanleitung

Technische Daten:

  • GSM / HSPA / LTE
  • Maße: 129,9 x 66,8 x 12,3 mm
  • 145 Gramm Gewicht
  • Micro-SIM
  • 4,5 Zoll (64,3% screen-to-body ratio) IPS LCD Display, 960 x 540 Pixel Auflösung, Corning Gorilla Glass 3, 245 ppi
  • Android OS 5.0.x
  • Chipset: Qualcomm Snapdragon 200 – 3G Modell / Qualcomm Snapdragon 410 – LTE Modell
  • CPU: Quad-core 1.2 GHz Cortex-A7 – 3G Modell / Quad-core 1.2 GHz Cortex-A53 – LTE Modell
  • GPU: Adreno 302 – 3G Modell / Adreno 306 – LTE Modell
  • 1 GB RAM
  • 8 GB interner Speicher – Speicherweiterung via microSD Karte (32 GB Karten maximal)
  • Hauptkamera: 5 Megapixel, 2592 x 1944 Pixel Auflösung, 720p@30fps Videoaufnahme
  • Frontkamera: VGA
  • WiFi 802.11 b/g/n
  • Bluetooth 4.0 / LE
  • 2390 mAh Li-Ion fest verbauter Akku

AnTuTu_web

Benchmark:

Und dann kommen wir zu den Benchmarks. Wer mich inzwischen kennt, der weiß ja, dass ich da nicht allzuviel Wert auf irgendwelche Zahlen lege, was die Benchmarks angeht. Für alle, die es aber doch interessiert, kommen jetzt die Zahlen. Im AnTuTu Benchmark in der Version 5.6.2 kommt das Moto E 2015 auf 22302 Punkte. Im Quadrant Benchmark kommen wir auf 14036 Punkte. Und im Geekbench 3 Benchmark erreichen wir 466 im Single-Core Score und 1412 im Multi-Core Score.

Akku:

Der fest verbaute Akku des Motorola Moto E 2015 hat eine Kapazität von 2390 mAh. Klingt wie gutes Mittelmaß, erwies sich in meinem Test aber als ein richtiges kleines Akkuwunder. Sicherlich ist dies der doch schwächeren Leistung und auch dem relativ schlechten Display geschuldet, aber eine Laufzeit von einem Tag herauszuholen war regelrecht einfach. Die höchste Laufzeit war einmal zweieinhalb Tage bei mir. Und da kann man, besonders in dieser Preisklasse, ja nun wirklich nicht meckern. Und ja, ich habe das Gerät dabei tatsächlich auch benutzt ;).

Kamera:

Die Kamera des Moto E 2015 ist bei mir ein etwas, sagen wir, schwieriges Thema. 5 Megapixel Auflösung hat die Kamera. Das ist nicht so viel, würde mir aber ausreichen, wenn denn jedesmal gute Fotos rauskommen würden. Insgesamt kann man da aber leider keinen Daumen nach oben geben. Zwar waren alle Fotos durchaus mit wenig Bildrauschen und recht scharf. Aber fehlte mir besonders bei Bildern vom Himmel eine gute Farbsättigung der Bilder. Zum Ausdrucken sind die Bilder nichts und man kann auch die eine oder andere Enttäuschung erleben, wenn man sie sich in groß am Computer Monitor ansieht. Für so Dinge wie eMail Versand, WhatsApp und Co. empfand ich die Bildqualität aber als absolut ausreichend. Wer sich selbst einen Eindruck von der Qualität der Bilder machen möchte, der möge einfach diesem Link zu flickr folgen, wo ihr einige von mir geknipste Testfotos finden könnt. Ein Testvideo binde ich wie bei jedem Test am Ende des Tests ein. Die Kamera kann man übrigens wie beim Moto X über diese „Ich schüttele das Gerät zweimal kurz in meiner Hand“ Geste aktivieren. Das finde ich nicht nur immer noch toll. Es ist sogar so, das ich tatsächlich diese Geste bei anderen Smartphones vermisse. Leider fehlt auch beim Moto E 2015 eine kleine LED neben der Kamera. Nicht dass man diese als Blitz würde benutzen wollen. Aber so als kleine Behelfstaschenlampe wäre es wirklich ein „nice-to-have“ gewesen. Und ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass eine LED den Preis des Moto E 2015 jetzt wirklich in die Höhe getrieben hätte.

Einen kleinen Tipp gibt es noch zum Schluss. Ich empfehle sehr die automatische HDR Funktion aktiv zu lassen bzw. zu aktivieren. Die hat so manches Bild gerettet und ab und an bei mir für einen freudigen Augenblick gesorgt, wenn ich das schöne Bild angesehen habe.

UeberdasGeraet_web

Über das Gerät:

Kommen wir doch gleich einmal zu einer Sache, die ich am Smartphone etwas komisch finde. Mein Testgerät kam in der Farbe weiß. Anders als z.B. beim Moto G, wo man ja noch die komplette Rückseite im Hinblick auf die Individualisierung austauschen kann, kann man nun beim Moto E 2015 die sogenannten Akzentbänder austauschen, die es auch in verschiedenen Farben gibt. Entfernt man dieses, kriegt man auch Zugriff auf den SIM und den microSD Kartenslot. Dieses Akzentband ist im Prinzip der Rahmen des Gerätes, sieht beinahe so aus wie ein Bumper, den es mal für das iPhone gab. Finde ich allerdings irgendwie, wie erwähnt, eine komische Lösung.

Das Display des Moto E 2015 ist 4,5 Zoll groß und hat eine Auflösung von 960 x 540 Pixel. Dies ist mir inzwischen zu wenig, ganz klar. Zum Vergleich hatte das iPhone 4S damals eine Auflösung von 960 x 640 Pixel, dies allerdings bei einem nur 3,5 Zoll großen Display. Zwar kann man im alltäglichen Betrieb doch alles wunderbar auf dem Display des Moto E 2015 sehen. Geht man aber näher heran, erkennt man „unscharfe“ Schriften und „unscharfe“ Bilder. Ebenfalls ist die Farbsättigung des Moto E 2015 leider nicht sehr stark und es ist ebenfalls nicht so sonderlich leuchtstark. Dies ist schade und ich würde mir eigentlich auch in diesem Gerät mindestens ein 720p Display wünschen. Aber wahrscheinlich ist dies gar nicht gewollt. Schließlich muss man sich ja gegen den größeren Bruder, das Moto G abgrenzen. Von den 8 GB internen Speicher waren beim Start noch 4,58 GB verfügbar. Dies ist nicht sehr viel. Man kann aber wenigstens für Bilder, Musik, Filme und so etwas eine microSD Speicherkarte benutzen, was natürlich ein Vorteil ist. Als Android Version läuft 5.0.2 auf dem Moto E 2015. Und ich muss sagen, bis auf einige Gedenksekunden im Appswitscher z.B. rennt das System wirklich. Natürlich könnt Ihr keine anspruchsvollen Spiele spielen, dies dürfte hoffentlich jedem klar sein, der die Specs liest, aber alltägliche Aufgaben, wozu man so ein Smartphone benutzen möchte, laufen so gut wie ruckelfrei und ohne Probleme. Auch schön finde ich, dass die Active Display Funktion eingebaut wurde. Da es keine Benachrichtigungs-LED gibt, war dies allerdings auch ein Ding der Notwendigkeit, jedenfalls in meinen Augen. Kommt nun eine Benachrichtigung z.B. über eine neue Mail an, oder Ihr nehmt einfach das Gerät in die Hand, dann bleibt fast der ganze Bildschirm schwarz, nur die Uhrzeit bzw. das Icon der Benachrichtigung leuchtet in weiß auf. Zieht Ihr das Icon dann nach oben, landet Ihr z.B. gleich bei der neuen Mail. Das ist toll und einfach und so eine Funktionalität vermisse ich tatsächlich bei meinem iPhone.

Fazit:

Huhu, Fazit, wir sind bei dir angekommen :).

Das Motorola Moto E 2015 kostet bei Amazon 129,00 Euro Motorola Moto E 2015 Amazon Affiliate Link. Das ist, soweit ich mich recht erinnere, teurer als das erste Moto E. Allerdings taugt das Moto E 2015 nun auch deutlich mehr zu einem Smartphone. Ja, Kamera ist nur gut für Schnappschüsse und auch das Display haut einen nun nicht wirklich vom Hocker. Aber die Alltagsaufgaben eines Smartphones verrichtet das Moto E 2015 wirklich gut. Und ich wage einfach mal zu behaupten, für Leute, die ein Zweitgerät brauchen, für Smartphone Umsteiger oder für Kinder, die ihr erstes Smartphone bekommen, wird das Moto E 2015 wirklich ausreichend sein. Für all jene spreche ich also doch eine Kaufempfehlung aus. Für Menschen, die einen neuen Daily Driver suchen und schon wert auf wirklich potente Leistung legen, für die ist das Moto E 2015 leider nicht wirklich zu empfehlen. Ein Ladegerät und Kopfhörer sind übrigens im Lieferumfang nicht enthalten. Entweder benutzt man da also schon welche, die man bereits im Besitz hat. Oder man muss daran denken, ein USB Ladegerät (Amazon Affiliate Link mitzubestellen.

Gründer und Eigentümer von oaad

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